Annäherung im Münchner Stadtpark

Annäherung im Münchner Stadtpark

Der Englischer Garten München ist so gross, dass sich ein Bierfest mit Blasmusik und ein Japanfest mit Vorführungen der Teezeremonie nicht zu stören brauchen. Der 375 Hektaren umfassende Park gehört zu den grössten Landschaftsgärten der Welt. 78 km Wege laden zum Spazieren ein, überqueren Bäche und führen durch die abwechslungsreiche Landschaft von Wald, Wiesen und englischem Rasen. Das will natürlich gepflegt sein, und so kommt es, dass jeden Sommer eine wandernde Schafherde zur Attraktion der Grossstadt München wird. Die rund vierhundert Schafe halten das Gras kurz und tragen damit zur ökologisch sinnvollen Nutzung der Wiesen bei. Doch es geht hier um mehr als die Nutzung und Pflege der Parklandschaft, denn wo sich Schafe, Hunde, Radfahrer und Jogger die Idylle teilen müssen, kann der Frieden durchaus auch gefährdet sein.

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Hürden auf dem Weg zur Alp

Hürden auf dem Weg zur Alp

Am vergangenen Wochenende sind wohl zigtausend Schafe auf die grünenden Alpweiden aufgestiegen. In den Koppeln unterhalb der Waldgrenze steht das Gras genügend hoch. Hier dürfen sich die Auen mit ihren Lämmern erst einmal verschnaufen. Woche um Woche geht es dann bis in die steilsten Hänge hinauf, wo jetzt noch der Schnee liegt. Was für uns Menschen als nur mit Mut zu überwindende Hürden erscheint, meistern Schafe ohne Mühe. Ihre Klauen halten sie sicher auf den kleinsten Absätzen von Felskanten und Geröll – vorausgesetzt natürlich, dass sie gesund sind. Die Hürden der Schafe liegen eigentlich nicht am Berg sondern im Tal.

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Wo es rumpelt, zieht Leben ein

Wo es rumpelt, zieht Leben ein

Schafe gab es auf der Rumpelhalde im Norden der Stadt Zürich schon lange und sie waren ein beliebtes Ausflugsziel für die vielen Familien im Quartier. Ein alter Pfarrer hatte die Wiese zwischen Waldrand und Genossenschaftssiedlung bewirtschaftet. Als ihm die Kraft ausging und er die Schafhaltung aufgeben musste, überwucherte die Halde in einem Ausmass, dass der kleine Schafstall nicht mehr zu sehen war. So beginnt die Geschichte des Vereins Rumpelhalde, den vier Familien vor zwei Jahren gründeten. Ihre Idee, die Halde zu entrümpeln und im Sommer wieder mit Schafen zu beweiden, gefiel den Stadtbehörden. Grün Stadt Zürich offerierte dem Verein einen günstigen Pachtvertrag und renovierte den Zaun um die Wiese.

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Die Message von Schaf Shaun

Die Message von Schaf Shaun

Mischwesen waren schon in der Antike beliebte Träger von Botschaften. Zum Beispiel Pegasus das Pferd mit den Flügeln eines Vogels, das gerne mit der Dichtkunst in Zusammenhang gebracht wird. Es gibt auch die Mischwesen, die sowohl aus Mensch und Tier bestehen. So zum Beispiel Geissbock Konrad, den der Landwirtschaftliche Informationsdienst LID für seine Werbekampagne schuf. Er ist verwandt mit dem Faunus und Pan, die aber grad umgekehrt als bei Konrad den Menschenkopf auf dem Bockkörper tragen. Konrads Message ist „gut gibt’s beim Artenschutz meines Bauern nichts zu meckern“. Eine spezielle Kategorie Mischwesen sind die Werwölfe, wo Menschen sich in Vollmondnächten in Wölfe verwandeln. Fröhlicher geht es zu und her, wenn ein Schaf menschliche Züge annimmt, womit wir bei Shaun dem Schaf angelangt sind, das in diesen Wochen den Gegensatz Stadt-Land mit viel britischem Humor auf die Kinoleinwand bringt.

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Wenn sich Gegensätze in der Agglo auflösen

Wenn sich Gegensätze in der Agglo auflösen

In der Schweiz löst sich der Gegensatz zwischen Stadt und Land zusehends auf. Das Bild einer rückständigen Landbevölkerung, die gegenüber einer weltoffenen Stadtbevölkerung traditionelle Werte und Bräuche verteidigt, stimmt schon lange nicht mehr.

Der ländlicher Raum wird nicht mehr durch ein bäuerliches Leben geprägt, und der Fuchs sagt dem Hase wieder mitten in der Grossstadt gute Nacht.

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