Die Message von Schaf Shaun

Die Message von Schaf Shaun

Mischwesen waren schon in der Antike beliebte Träger von Botschaften. Zum Beispiel Pegasus das Pferd mit den Flügeln eines Vogels, das gerne mit der Dichtkunst in Zusammenhang gebracht wird. Es gibt auch die Mischwesen, die sowohl aus Mensch und Tier bestehen. So zum Beispiel Geissbock Konrad, den der Landwirtschaftliche Informationsdienst LID für seine Werbekampagne schuf. Er ist verwandt mit dem Faunus und Pan, die aber grad umgekehrt als bei Konrad den Menschenkopf auf dem Bockkörper tragen. Konrads Message ist „gut gibt’s beim Artenschutz meines Bauern nichts zu meckern“. Eine spezielle Kategorie Mischwesen sind die Werwölfe, wo Menschen sich in Vollmondnächten in Wölfe verwandeln. Fröhlicher geht es zu und her, wenn ein Schaf menschliche Züge annimmt, womit wir bei Shaun dem Schaf angelangt sind, das in diesen Wochen den Gegensatz Stadt-Land mit viel britischem Humor auf die Kinoleinwand bringt.

Ich kann diesen Trickfilm mit den Plastilinfiguren aus dem Hause von Wallace und Gromit allen empfehlen, die wieder einmal herzhaft lachen wollen. Am Anfang der Geschichte ist das Schaf Shaun nicht sehr glücklich mit seinem ländlich verbockten Farmer. Missmutig geht dieser der lieblosen Routine seiner Schafhaltung nach. Weil Shaun das gar nicht gut findet, organisiert es für die Mitschafe einen freien Tag, der dann aber schief läuft. Der Camper mit dem schlafenden Farmer löst sich aus der Halterung und kommt erst nach wilder führerloser Fahrt mitten in der Stadt zum Stillstand. Als Farmer verdutzt aus dem Camper tritt, fällt ihm, wie in Slapstickfilmen so üblich, ein Ding auf den Kopf. Farmer wacht erst im Bett eines Spitalzimmers wieder auf und weiss nicht mehr, dass er Farmer ist. Doch er wird erfolgreichster Friseur in der City, weil ihm die Handgriffe des Scherens noch mega gut in Erinnerung geblieben sind. Auf dem Land aber kippt die Stimmung um. Die reuevollen Schafe vermissen Farmer und beschliessen, ihn mit Bitzer dem Hund zu suchen.

Wer wissen will, wie sich diese Stadt-Land-Geschichte mit abenteuerlichen Verfolgungsjagden zum Happy-end wendet, muss in die Kinomeile gehen und sich dieses Vergnügen mit viel Popcorn leisten. Das Mischwesen Shaun kommt übrigens ganz ohne menschliche Worte aus. Der ganze Film ist wunderschön wortlos und kunstvoll mit Geräuschen und Musik vertont. Auch dies eine tolle Botschaft!

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