Glücksbringer für Spitäler

Glücksbringer für Spitäler

Soll mir jemand sagen, Schafe seien dumm und langweilig. Nein! Nehme er oder sie doch einmal die Zeit, obiges Schaf zu betrachten und über die schwarzweiße Verzierung des Kopfes und den sanften Blick zu sinnieren. Schwarze Schafe mit weisser Krone bringen Glück. Solchen Schönheiten sagt man Klugheit nach. Sie sind allerdings nicht sehr zahlreich, und sie wollen von Hand gefüttert werden. Wer ein solches Exemplar finden will, muss tief in den afrikanischen Kontinent reisen. Ich fand die edle Schönheit auf einer GPS Koordinate südlich des Äquators, wo sie als Glücksbringer in einem kleinen Spital von Hand gefüttert wurde.

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Von Kastrationszangen und Rosenscheren

Von Kastrationszangen und Rosenscheren

Die Urban Farming-Szene wächst dank Social Media rasch und kräftig wie der Chili auf der Dachterrasse. Es ist eben cool, seine ersten Versuche auf Facebook zu teilen oder sich von Youtube inspirieren zu lassen. Wer nicht weiter weiss, recherchiert bequem und schnell mit Smartphone oder Tablet. Die Szene wächst, weil sie sich immer wieder mit viel Kreativität neu erfinden und mitteilen kann. Sie gibt auch Anlass zum fröhlichen Lachen. Ich kenne die Geschichte einer WG, die vier Küken kaufte, damit sie ihr später Eier legen würden. Als es den Studentinnen klar wurde, dass sie nur Hähne gross gezogen hatten, schauten sie auf Youtube nach, wie ein Hahn zum Suppenhuhn wird. Sie haben dann alles nach Anleitung konsequent durchgeführt!  Kreativ, nicht? Und wer weiss übrigens, was eine BURDIZZO Kastrationszange mit der FELCO Rosenschere gemeinsam hat?

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Der Wille des Chefs (!)

Der Wille des Chefs (!)

Er ist ein äusserst mittelmässiger Städter wie viele andere auch. Nichts besonderes, obwohl seine Werbeagentur, die er mit einem Schulfreund gegründet hatte, in der Zwischenzeit genügend Profit abwirft, um bequem leben zu können. Bequem heisst, er kann es sich leisten, jeweils nach Feierabend ein Bier in einer Bar zu trinken und Rockmusik zu hören. Mittelmässig übrigens auch, dass seine Ehe nach kurzen Jahren aus Langeweile auseinanderbrach. Dieser Städter also erhält eines Tages aus dem Dunstkreis der mächtigen japanischen Mafia den Auftrag aufgezwungen, das (!) Schaf zu finden. Irgendwo in den Bergen von Hokkaido, und dazu hat er gerade mal einen Monat Zeit.

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Schaf oder Mensch

Schaf oder Mensch

Sind Stadtschnuggen eigentlich Schafe, die auf städtischen Grünflächen weiden, oder sind es doch eher Menschen, die in der Stadt wohnen und in Schafe vernarrt sind? Schaf oder Mensch, das ist hier die Frage. Das Wortspiel aus Stadt und Heidschnucken – eine alte Schafrasse aus der Lüneburger Heide – lässt beide Interpretationen zu. Sie dürfen sich also gerne „Stadtschnugg“ nennen, wenn sich bei Ihnen in den Vitrinen und Regalen eine Vielfalt von wolligen Figürchen  angesammelt hat. Oder lassen Sie Ihre Schafe auf der Quartierwiese ungeniert als „Stadtschnuggen“ gelten. Das Schöne an der Ambiguität oder Zweideutigkeit ist, dass sie das Tor zur Traumwelt einen Spalt breit offen lässt.

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Mit 360° Rundumsicht in die alte Zeit

Mit 360° Rundumsicht in die alte Zeit

Ihre originelle Idee hat sie quasi weltberühmt gemacht. Die junge Frau, die auf den Färöern zu Hause ist, sattelte ein Schaf mit Solarpanels und Kamera. Google Schaf statt Google Auto, und damit darf sich nun die Internetcommunity an einer Rundumsicht aus färöischer Schafperspektive erfreuen. Etwas anspruchsvoller ist das Internetprojekt google sheep view. Hier gilt es, Schafe in der 360°-Ansicht von Google Street Map zu finden. Wer nicht systematisch vorgeht, klickt sich durch tausende Kilometer Google Street Map Strassen ohne je ein Schaf im Bild zu haben, wie langweilig! Wäre da eben nicht die Aufgabe — und sie darf durchaus noch schwieriger gestellt sein: finde die Schafe aus der Zeit als es Google noch gar nicht gab.

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Die Zusammenarbeit nach dem Raubzug

Die Zusammenarbeit nach dem Raubzug

Die 74. OLMA, die Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung, ist bereits wieder Geschichte. „Heute leben wir in der Stadt, aber unsere Vorfahren waren alle Bauern. Unsere Gesellschaft hat den Austausch zwischen Stadt und Land immer nötiger.“ Mit diesen Worten hatte Bundesrat und Finanzminister Ueli Maurer die Messe in St.Gallen eröffnet. Ja, das waren noch Zeiten, damals, als selbst Stadtbürger Schafe auf ihren Landsitzungen hielten. Es soll selbst vorgekommen sein, dass die Stadt Bern den Wallisern Schafe raubten. So hielt es jedenfalls Diepold Schilling auf Seite 418 in seiner amtlichen Berner Chronik im 15. Jahrhundert fest. Und heute, welchen Austausch dürfen wir zeitgenössischen Städterinnen und Städter, die Schafe halten wollen, erwarten?

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Eine umgekehrte Tierpatenschaft

Eine umgekehrte Tierpatenschaft

Ich habe das Glück, viele Paten zu haben! Nicht wie meist üblich einen einzigen Götti und eine einzige Gotte – ich zähle bereits über zwei Dutzend Paten, die mir jedes Jahr 300 Franken schenken. Tendenz steigend. Ehrlich gesagt, die Übersicht fehlt mir, wenn sie mich besuchen, und es ist mir eigentlich auch egal, wenn wieder einmal jemand abspringt. Verständnishalber muss ich hier hinzufügen, dass es sich bei den Göttis und Gotten um Menschen handelt. Ich selber bin ein Schaf im Zoo. Nur einmal war ich düpiert und etwas eifersüchtig, als ich ein Gespräch zwischen zwei abgesprungenen Göttis überhörte. Er würde nun für ein Schaf sorgen, das in einer Herde auf dem Schüpberghof lebe. Was soll denn an einem Bauernhofschaf so besonders sein, fragte ich mich?

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