Wo es rumpelt, zieht Leben ein

Wo es rumpelt, zieht Leben ein

Schafe gab es auf der Rumpelhalde im Norden der Stadt Zürich schon lange und sie waren ein beliebtes Ausflugsziel für die vielen Familien im Quartier. Ein alter Pfarrer hatte die Wiese zwischen Waldrand und Genossenschaftssiedlung bewirtschaftet. Als ihm die Kraft ausging und er die Schafhaltung aufgeben musste, überwucherte die Halde in einem Ausmass, dass der kleine Schafstall nicht mehr zu sehen war. So beginnt die Geschichte des Vereins Rumpelhalde, den vier Familien vor zwei Jahren gründeten. Ihre Idee, die Halde zu entrümpeln und im Sommer wieder mit Schafen zu beweiden, gefiel den Stadtbehörden. Grün Stadt Zürich offerierte dem Verein einen günstigen Pachtvertrag und renovierte den Zaun um die Wiese.

Wo es rumpelt, zieht Leben ein. Mit viel Sinn für gemeinschaftliches Arbeiten schufen Gross und Klein zahlreiche Nebenschauplätze. Zum Beispiel den Steinhaufen für die Erdkröten und Blindschleichen oder das Wildbienenhotel. Vier gepflanzte Obstbäume spenden den Schafen zusätzlichen Schatten. Auf dem Plan steht auch der Bau eines Lehmofens, damit im jährlich gefeierten Rumpelhaldenfest eigene Pizzas gebacken werden können.

Nun steht der dritte Sommer vor der Tür. Vier Mutterschafe und drei Lämmer, die den Winter im Stall des Demeter-Hofes Looren in Wernetshausen verbrachten, grasen seit einer Woche wieder auf der Wiese. Die dunklen Sonnenbrillen, wie dies Spiegelschafe eben tragen, wirken besonders cool. Es wird gemunkelt, dass sich demnächst Sonnenbrillen im Norden Zürichs gut verkaufen lassen.

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