Keine weisse Weihnacht für die Wanderherde vom Engelberg

Keine weisse Weihnacht für die Wanderherde vom Engelberg

Mit rund einem Monat Verspätung begann eine Herde von über fünfhundert Schafen ihre Wanderung durch den Winter. Bis Mitte März ziehen sie nun vom Engelberg aus durch das solothurnische Mittelland nach Oensingen. Eigentlich hätten sie schon im November losziehen sollen, meinte ihr Schäfer, doch es sei zu warm gewesen. Schafe mögen es kalt. Wenn auf den Feldern der Raureif glänzt, ist es ihnen wohl in der Wolle. Auch auf der Alp zieht es sie deshalb rasch in die Höhe, immer hart der wegschmelzenden Schneegrenze nachfolgend. Heute morgen dürfte die Wanderherde vom Engelberg im Raureif aufgestanden sein. Doch die weisse Weihnacht steht ihnen laut meteorologischem Dienst nicht bevor.

Sheepspotting und öffentliche Weideflächen

Sheepspotting und öffentliche Weideflächen

Auch wenn es nur für Sekunden reicht, der Blick eines geübten Sheepspotters fängt jede Schafherde ein, die sich in der vorbeirasenden Landschaft aufhält. Wer kürzlich im Zug von Olten nach Aarau reiste, konnte vor den Toren der Stadt Aarau eine Herde mit vielleicht hundert Schafen weiden sehen. Das weite Gelände heisst „Schachen“ und wird oft als Festgelände benutzt für Zirkus, Pferderennen, Schwingfest und so weiter. Wem gehört wohl die Wanderherde? Wer vergibt die Bewilligung, Schafe in diesem Festgelände weiden zu lassen?

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