Tierische Raritäten

Tierische Raritäten

Stadtschnuggen gäbe es wie Sand am Meer, verspricht die Webseite für Stadtschnuggen. Da mag wohl ein Körnchen Wahrheit drinstecken. Immerhin wohnt schon mehr als die Hälfte der Menschen in städtischen Zentren. Viel seltener hingegen ist die Beobachtung, dass Stadtschnuggen sich zusammenschliessen, um gemeinsam ein paar Schafe zu halten. Aber wenn sie es tun, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie sich für rare Schafrassen interessieren und bei der Pro Specie Rara anklopfen.  Im wunderschön gelegenen Hauptsitz inmitten der Merian Gärten von Basel können sie dann auch die seltenen Bündner Oberländer Schafe begrüssen.

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claim the street for your sheep !

claim the street for your sheep !

Das zunehmende Interesse für Urban Gardening ist erfreulich, zeigt es doch, dass gefüllte Supermarktregale allein nicht das Gelbe vom Ei sind. Was fehlt, ist die Beziehung zu den Menschen und zur Welt, die gefüllte Regale überhaupt möglich machen. Der wöchentliche Gang zum Gemüsemarkt ist deshalb für viele ein Highlight im urbanen Alltag und richtig cool ist, wer den geladenen Freundinnen Cherrytomaten aus dem kollektiven Quartiergarten auftischen kann.

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Den Pachtzins mit Kunst bezahlen

Den Pachtzins mit Kunst bezahlen

Wer meint, der Gang zu einem Amt sei eine reizlose Sache, der wird im Städtchen Aarau eines Besseren belehrt. Das Bauwerk seines Rathauses hat eine Geschichte, die weit ins Mittelalter reicht, und ist seit gut fünfhundert Jahren Sitz der Stadtverwaltung. Die schmucke Fassade mit dem barocken Treppengiebel und der grossen Uhr grüsst weit in die Rathausgasse hinein. Vor wenigen Jahren wurde das Innere saniert.

Wer also wissen will, ob Schafe auf das Festgelände Schachen getrieben werden dürfen (siehe Beitrag vom 7.12.2015), muss zum Rathaus gehen und nach dem Büro der Ortsbürgergemeinde fragen. Sie ist die Besitzerin des Schachen.

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Türöffner – zu was für eine Welt?

Türöffner – zu was für eine Welt?

Die Zeitschrift Schweizer Bauer widmete das Dossier ihrer Samstagausgabe vom 15. November den Stadtgärtnern. Im Trend sind auch die englischen Ausdrücke urban gardening, urban agriculture und urban farming. Das Phänomen des urbanen Gartenbaus konkurrenziere die Schweizer Landwirtschaft nicht, schreibt der Schweizer Bauer. Im Gegenteil, sie biete den Bauern Chancen. Unter anderem als Türöffner für eine entfremdete Stadtbevölkerung, die sich der Nahrungsmittelproduktion wieder annähern will. Auch Landwirtschaftsbetriebe, die sich in Stadtnähe befinden, wie zum Beispiel der Juchhof in Zürich, nehmen eine wichtige pädagogische Funktion war. Also – und dies ist nun Stadtschnuggenlogik:

wenn ein Stadtkind einmal Schafe auf einem solchen Hof füttern durfte, wird es früher oder später Interesse für die landwirtschaftliche Tierhaltung im Allgemeinen zeigen.

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Besuch beim Besser Leben Festival in Basel

Besuch beim Besser Leben Festival in Basel

Alleine Schafe halten? Nein, das ist doch nur die halbe Freude. Wenn schon das Schaf sich gerne in der Herde sieht, dann dürfen wohl auch wir Menschen Freude an einer gemeinsamen Aufgabe haben. Wie aber finden wir uns? Zum Beispiel an Festivals:

Lasst uns vernetzen und gegenseitig kennen lernen,

dies war die Einladung des Besser Leben Festivals, das am 16. November 2014 in Basel stattfand. Könnte ja sein, dass sich dort engagierte Menschen einfinden, die an gemeinsamer Schafhaltung interessiert wären. Weiterlesen