Von Kastrationszangen und Rosenscheren

Von Kastrationszangen und Rosenscheren

Die Urban Farming-Szene wächst dank Social Media rasch und kräftig wie der Chili auf der Dachterrasse. Es ist eben cool, seine ersten Versuche auf Facebook zu teilen oder sich von Youtube inspirieren zu lassen. Wer nicht weiter weiss, recherchiert bequem und schnell mit Smartphone oder Tablet. Die Szene wächst, weil sie sich immer wieder mit viel Kreativität neu erfinden und mitteilen kann. Sie gibt auch Anlass zum fröhlichen Lachen. Ich kenne die Geschichte einer WG, die vier Küken kaufte, damit sie ihr später Eier legen würden. Als es den Studentinnen klar wurde, dass sie nur Hähne gross gezogen hatten, schauten sie auf Youtube nach, wie ein Hahn zum Suppenhuhn wird. Sie haben dann alles nach Anleitung konsequent durchgeführt!  Kreativ, nicht? Und wer weiss übrigens, was eine BURDIZZO Kastrationszange mit der FELCO Rosenschere gemeinsam hat?

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Gute Handarbeit will gelernt sein

Gute Handarbeit will gelernt sein

Der Winter ist die Jahreszeit, während der wir fast alle gerne wollige Kleidungsstücke tragen: Pullover, Wollsocken, Handschuhe und so weiter. Fast nichts davon ist aus handgesponnener Wolle, aber fast alles ist handgeschoren. Das heisst, es ist immer noch die Hand des Schafscherers, der die Schermaschine durch den Wollstapel führt. Schafhaltung ist Handarbeit und die Handhabung der Schafe will durchaus gelernt sein.

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Vom Sammeltrieb der Stadtschnuggen

Vom Sammeltrieb der Stadtschnuggen

Plinius, der alte Dichter aus Rom, würde jeden Hortus (lat. Garten) der heutigen Stadtgartenszene besuchen, das Wissen sammeln und in seinem berühmten enzyklopädischen Werk Naturalis Historia horten. Schon weil die Stadt selbst aus der Versammlung entsteht, ist das Sammeln wohl tief im urbanen Selbstverständnis verwurzelt. In der Stadtgartenszene jedenfalls wird gerne gesammelt und getauscht. Ein Beispiel zeigte das Stadt-Tomaten-Fest in Zürich.

Und wir mit unserem Traum vom eigenen Schaf? Darf der Sammeltrieb auch in der Stadtschnuggenszene seine Wurzeln schlagen?

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Schnupperzeit auf Schafalpen

Schnupperzeit auf Schafalpen

Die Morgendämmerung gehört zu den schönsten Stunden auf der Alp. Noch blenden keine Sonnenstrahlen am Horizont und noch gehören die Schatten der Berge dem Auge der Phantasie. In der verschlafenen Ruhe trillert ab und zu ein Glöcklein und verrät, dass sich gerade ein Schaf aus dem Tau geschüttelt hat. In einer halben Stunde wird die Herde zur Hütte kommen, um das Salz zu lecken. Spätestens dann beginnt der Arbeitsalltag auf der Alp auch für träumende Stadtschnuggen.

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Individuelle Ferienreisen zu Schafherden

Individuelle Ferienreisen zu Schafherden

Schafe würden im Gegensatz zu Alpacas weniger Individualität zeigen. Sie seien eben Herdentiere, während jedes Alpaca auf dem Hof einen eigenen Floh im Ohr habe. Sie liessen sich alle an ihrem persönlichen Charakter unterscheiden. Eines sei oft zum Herumrennen aufgelegt, das Andere eher eifersüchtig, das Dritte habe seinen Lieblingsplatz und so weiter.  So erzählte es mir mein französischer Gastgeber, bei dem ich ein Zimmer für die Übernachtung gefunden hatte. Er musste es wohl wissen, denn er hält 250 Schafe, 40 Alpacas und 30 Angoraziegen. Es war eines der lehrreichsten Gespräche, die ich auf meiner Ferienreise durch Frankreich hatte. Nicht dass mich das Herdenverhalten der Schafe nun weniger spannend dünkt. Nein, es war einfach die Entdeckung, dass eine individuelle Ferienreise zu Schafherden faszinierender ist als Ferien am Strand.

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Heuen auf der Baubrache

Heuen auf der Baubrache

Das Gras kann auch in der Stadt gelb und reif zwischen Häusern und Gehwegen stehen. Ist es eine Wiese, handelt es sich wohl um eine Baubrache, deren Besitzer oder Besitzerin auf das grüne Licht wartet, um den Bagger auffahren zu lassen. Das Warten kann durchaus auch Jahre dauern und eine regelmässige Entsorgung des verzweifelt nachwachsenden Grases verlangen. Wenn doch wenigstens Stadtschafe damit gefüttert werden könnten!

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Sachkunde kommt nicht von allein

Sachkunde kommt nicht von allein

Sachkunde, Fachkompetenz, Erfahrung und Expertise sind in der Schafhaltung durchaus erwünscht. Aber auch wer nichts von alledem hat, soll sich nicht davon entmutigen lassen, Schafe halten zu wollen. Es braucht dann einfach die Zusammenarbeit mit anderen, die Sachkunde, Fachkompetenz, Erfahrung und Expertise ausweisen können. Warum auch immer alles alleine machen wollen?

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