Die Zusammenarbeit nach dem Raubzug

Die Zusammenarbeit nach dem Raubzug

Die 74. OLMA, die Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung, ist bereits wieder Geschichte. „Heute leben wir in der Stadt, aber unsere Vorfahren waren alle Bauern. Unsere Gesellschaft hat den Austausch zwischen Stadt und Land immer nötiger.“ Mit diesen Worten hatte Bundesrat und Finanzminister Ueli Maurer die Messe in St.Gallen eröffnet. Ja, das waren noch Zeiten, damals, als selbst Stadtbürger Schafe auf ihren Landsitzungen hielten. Es soll selbst vorgekommen sein, dass die Stadt Bern den Wallisern Schafe raubten. So hielt es jedenfalls Diepold Schilling auf Seite 418 in seiner amtlichen Berner Chronik im 15. Jahrhundert fest. Und heute, welchen Austausch dürfen wir zeitgenössischen Städterinnen und Städter, die Schafe halten wollen, erwarten?

Weiterlesen

Advertisements

Türöffner – zu was für eine Welt?

Türöffner – zu was für eine Welt?

Die Zeitschrift Schweizer Bauer widmete das Dossier ihrer Samstagausgabe vom 15. November den Stadtgärtnern. Im Trend sind auch die englischen Ausdrücke urban gardening, urban agriculture und urban farming. Das Phänomen des urbanen Gartenbaus konkurrenziere die Schweizer Landwirtschaft nicht, schreibt der Schweizer Bauer. Im Gegenteil, sie biete den Bauern Chancen. Unter anderem als Türöffner für eine entfremdete Stadtbevölkerung, die sich der Nahrungsmittelproduktion wieder annähern will. Auch Landwirtschaftsbetriebe, die sich in Stadtnähe befinden, wie zum Beispiel der Juchhof in Zürich, nehmen eine wichtige pädagogische Funktion war. Also – und dies ist nun Stadtschnuggenlogik:

wenn ein Stadtkind einmal Schafe auf einem solchen Hof füttern durfte, wird es früher oder später Interesse für die landwirtschaftliche Tierhaltung im Allgemeinen zeigen.

Weiterlesen