Gute Handarbeit will gelernt sein

Gute Handarbeit will gelernt sein

Der Winter ist die Jahreszeit, während der wir fast alle gerne wollige Kleidungsstücke tragen: Pullover, Wollsocken, Handschuhe und so weiter. Fast nichts davon ist aus handgesponnener Wolle, aber fast alles ist handgeschoren. Das heisst, es ist immer noch die Hand des Schafscherers, der die Schermaschine durch den Wollstapel führt. Schafhaltung ist Handarbeit und die Handhabung der Schafe will durchaus gelernt sein.

Es gibt sie auch hier, die sogenannten Flüsterer, die zeigen können, wie Mensch und Tier miteinander statt gegeneinander arbeiten können. Ein solcher Experte ist Jean-Marie Davoine vom alpwirtschaftlichen Verband des Val-d’Isère (La Fédération des Alpages de l’Isère). An der Schaftagung 2015, die dieses Jahr im Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve stattfand und von Agridea und dem Freiburger Schaf- und Ziegenzuchtverband mitorganisiert wurde, erzählte er, dass es quasi jedem in der Hand läge, ein Schaf so zu handhaben, dass es entweder alle Register der Flucht ziehen oder eben aus der Hand fressen würde. Das Wissen über die natürlichen Verhaltensmuster der Schafe nutzend, kann Mann oder Frau sich viel Ärger und Mühe sparen. Dem schmerzhaften Griff wird das Tier immer entfliehen wollen. Das Reissen am Wollstapel ist tabu. Mit geübten Griff lässt sich ein Schaf hingegen widerstandslos in Sitzstellung auf die Hinterläufe drehen, und – kaum zu glauben – unsere Hand kann es dann sogar in einen entspannten Schlafzustand versetzen. Gewusst wie, natürlich!

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