RAMS – Schafe gegen den Alleingang

RAMS – Schafe gegen den Alleingang

Welch Traum für alle, die gerne Schafe auf schier unbegrenzter Fläche weiden wollen! Welch Augenweide für alle Städterinnen und Städter, die sich nach der stillen Unendlichkeit der isländischen Landschaft sehnen. Im isländischen Film „Rams“, der diese Woche in den Kultkinos startet, kommen sie alle auf ihre Kosten. Weit sind die Wiesen, klein die zwei einsamen Gehöfte, und Punkten gleich traben die isländischen Schafe in das erste Bild. Doch die Idylle trügt.

Nichts konnte bisher die zwei benachbarten Brüder Gummi und Kiddi davon abhalten, ihrer Leidenschaft für die Schafzucht nachzugehen. Auch wenn sie seit vierzig Jahren nicht mehr miteinander reden, bleibt jeder in seinem Alleingang erfolgreich. An den Zuchtschauen holen sie sich die besten Preise. Ihr Erfolg zerbricht erst, als eine gefährliche Tierseuche ausbricht und die Behörden und der Zuchtverein beschliessen, dass alle Schafe im Tal notgeschlachtet und entsorgt werden müssen. Im Alleingang und sich gegenseitig noch bekämpfend versucht jeder auf seine Art, Widerstand zu leisten. Der Film zeigt tragisch komisch in seiner ganzen Länge, wie der Alleingang misslingt.

Der Wendepunkt kommt erst kurz vor dem Untergang und der polizeilichen Hausdurchsuchung, als der ältere Bruder seine wertvollsten Schafe aus dem Kellerversteck in die Stube seines Bruders treibt. Als dann auch dort die Hausdurchsuchung droht, treiben sie gemeinsam die Herde durch den Schneesturm in ein abgelegenes Hochtal.

Der Film lässt offen, ob sie damit letztendlich Erfolg haben. Aber er schenkt Optimismus, denn die letzte, emotionale Szene zeigt, dass sie  nach dem Ende des Alleingangs von nun an eng zusammenarbeiten werden.

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