Willkommener Mähdienst für den Fortschritt

Willkommener Mähdienst für den Fortschritt

Für den perfekten Schnitt surren immer mehr Roboter über den helvetischen Rasen. Sind die Begrenzungsdrähte an der Peripherie des Rasens einmal gelegt, können die an flache Wanzen erinnernden Geräte sauber hin und her mähen und automatisch gemäss Steuerungssoftware am Ladegerät andocken und wieder losfahren. So zeigen es die Werbevideos auf der Landi-Webseite. Viel unberechenbarer ist dagegen der Mähdienst von Schafen, wie ihn der Quartierhof Wynegg in der Stadt Zürich anbieten möchte.

Der Dienst steht noch in den Anfängen, denn die sechs gehörnten Walliser Landschafe sind erst seit September 2014 auf der Wynegg. Die sie betreuende Arbeitsgruppe sammelt Erfahrung, wie sie Zäune stellen soll, die Brennnesseln in den Weiden mähen muss und den zum Stall umgebauten Bauwagen zügeln kann. Der erste Mähdienst mit Glöckchen im Rebberg Burghalde wurde allerdings bereits in einem Video stimmungsvoll festgehalten.

Der Trend weg vom Lärm der Benzinmäher zum leisen Surren der Roboter mag ein Fortschritt sein. Aber er bleibt langweilig. Lasst uns lieber den bunten und selbst gemachten Fortschritt, der das gemeinsame Lernen und Experimentieren ins Quartier bringt, willkommen heissen.

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