Heuen auf der Baubrache

Heuen auf der Baubrache

Das Gras kann auch in der Stadt gelb und reif zwischen Häusern und Gehwegen stehen. Ist es eine Wiese, handelt es sich wohl um eine Baubrache, deren Besitzer oder Besitzerin auf das grüne Licht wartet, um den Bagger auffahren zu lassen. Das Warten kann durchaus auch Jahre dauern und eine regelmässige Entsorgung des verzweifelt nachwachsenden Grases verlangen. Wenn doch wenigstens Stadtschafe damit gefüttert werden könnten!

Nun, die Besitzer von Baubrachen verwerfen leider die Hände, wenn sie angefragt werden, ob sie doch ihre Baubrache für ein paar Tage den Stadtschnuggen überlassen wollten. Aufwand, Risiko und Unwägbarkeiten würden den Nutzen überwiegen. So kommt es jeden Sommer, dass in den Städten das Heu für Tausende von Schafen und Lämmer teuer in die Grünabfuhr gefahren wird. Viel besser stehen aber die Chancen einer Zusammenarbeit, wenn den Besitzern Hilfe beim Mähen der Baubrache angeboten wird. Hier liegt die Chance für Nachbarn und Quartierbewohnerinnen, einstweilen das Mähen und Heuen zu üben. Auch wenn die Schafe in weiter Zukunft zu liegen scheinen, macht es durchaus Sinn und Spass, das Handwerk mit der Sense zu erlernen. Wer Anleitung benötigt, findet sie in einem der zahlreichen Sensenkurse, wie zum Beispiel bei der Sensenwerkstatt Mammern oder in der Sensengruppe vom Quartierhof Wynegg in Zürich.

Die Baubrachenbesitzer sparen sich die Kosten des Mähens und mit jedem Sommer wächst ihr Vertrauen in die Zusammenarbeit. Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt, die Frage mit den Schafen aufzuwerfen.

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